Angriff auf Raffinerie Nowokuibyschewsk am 30. Oktober: Großbrand im Werk
Nach einem Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk am Morgen des 30. Oktober 2026 brach auf dem Werksgelände ein Feuer aus. Das Unternehmen in der russischen Region Samara produziert unter anderem Treibstoff für die russische Militärluftfahrt.
Aus der Region Brjansk wird zudem ein Brand beim Unternehmen Konserwsuschprod gemeldet, das Lebensmittel an die russische Armee liefert.
Demilitarizator fasst die wichtigsten Entwicklungen mit Stand vom Morgen des 30. Oktober zusammen.
Angriff auf die Raffinerie Nowokuibyschewsk: Was bekannt ist
Am Morgen waren in Nowokuibyschewsk Explosionen zu hören. Anschließend stieg dichter Rauch über dem Industriegebiet auf. Augenzeugen veröffentlichten Fotos und Videos des Brandes aus verschiedenen Teilen der Stadt.
Die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk gehört zu Rosneft. Ihre Auslegungskapazität beträgt etwa 8,8 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Das Werk stellt Benzin, Diesel, Flugtreibstoff, Bitumen und Petrolkoks her.
Warum die Raffinerie für Russlands Armee wichtig ist
Das Werk produziert unter anderem Flugtreibstoff, den die russische Militärluftfahrt verwendet. Mineralölprodukte werden außerdem für Transporte und die Versorgung der Truppen benötigt.
Angriffe auf die Ölverarbeitung erhöhen die Kosten für Russland: Beschädigte Anlagen müssen repariert werden. Mögliche Produktionsausfälle können Änderungen bei Lieferwegen und Bezugsquellen für Treibstoff erzwingen.
Starodub: Brand beim Konserwsuschprod-Werk gemeldet
In der Nacht zum 30. Oktober wurden Fotos und Videos eines brennenden Gebäudes in Starodub in der Region Brjansk veröffentlicht. Nach vorläufigen Angaben handelt es sich um das Unternehmen Konserwsuschprod.
Das Werk stellt Konserven her und liefert sie über Woentorg an die russische Armee. Solche Unternehmen sind Teil der Versorgungskette der Streitkräfte.
Die Meldung über einen Treffer auf genau dieses Werk bleibt vorläufig.
Russische Verluste am 30. Oktober: Angaben des ukrainischen Generalstabs
Nach den am Morgen veröffentlichten Angaben des Generalstabs beliefen sich die russischen Personalverluste am Vortag auf etwa 1.590 Soldaten.
Die Tagesbilanz nennt außerdem:
- zwei Flugzeuge;
- einen Panzer und drei gepanzerte Kampffahrzeuge;
- 21 Artilleriesysteme;
- einen Mehrfachraketenwerfer und ein Flugabwehrsystem;
- 1.589 Drohnen;
- drei unbemannte Bodenfahrzeuge.
Ukrainische Drohnenkräfte melden 1.603 getroffene Ziele
Am 29. Oktober trafen Einheiten des Verbands der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme 1.603 gegnerische Ziele.
Der Verband meldete 429 getroffene russische Soldaten, darunter 197 Getötete.
Zu den weiteren Zielen gehörten 36 Drohnenstartplätze, 86 Antennen gegnerischer Drohnenbesatzungen, sechs Radar- und elektronische Kampfführungssysteme, 39 Fahrzeuge sowie Spezial- und Pioniergeräte, 11 Lager und 340 Drohnen.
Für den Zeitraum 1. bis 29. Oktober meldete der Verband insgesamt 61.083 getroffene Ziele, darunter 15.537 russische Soldaten.
So änderten sich die Kennzahlen
Die Angaben können nach offiziellen Mitteilungen oder weiteren Auswertungen präzisiert werden.