Ukraine greift Raffinerie Saratow und Rüstungswerk in Orjol an
Ukrainische Drohnen griffen in der Nacht zum 7. November 2026 die russische Raffinerie Saratow an. Neptun-Raketen trafen das Werk Proton-Elektroteks in Orjol, das Bauteile für Iskander-Raketen herstellt. Auf beiden Betriebsgeländen brach Feuer aus. Der ukrainische Generalstab meldete außerdem Treffer an zwei Iskander-Startgeräten und einem Flugabwehrsystem vom Typ Panzir-S1 in der Region Brjansk.
Drohnenangriff auf die Raffinerie Saratow
Nach dem nächtlichen Drohnenangriff brach auf dem Gelände der Raffinerie Saratow ein Feuer aus. Das Rechercheteam von ASTRA lokalisierte den Brand anhand eines Videos eines Augenzeugen. Welche Anlagen beschädigt wurden und ob die Raffinerie den Betrieb eingestellt hat, ist offen.
Die Raffinerie kann jährlich rund sieben Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Sie produziert Benzin und Diesel, auch für das russische Militär. Bei einem bestätigten Angriff am 11. September wurden eine Anlage zur Rohöldestillation und ein Leitungsabschnitt beschädigt.
In der ersten Novemberwoche griffen ukrainische Drohnen mindestens fünf russische Raffinerien an. Betroffen waren Kstowo am 1., Jaroslawl am 3., Rjasan am 5., Afipski am 6. und Saratow am 7. November.
Die betroffenen Anlagen und die Zahl der Angriffe je Standort stehen in unserer Übersicht zu Angriffen auf russische Raffinerien im Jahr 2026.
Neptun-Raketen treffen das Werk Proton-Elektroteks in Orjol
Ukrainische Raketentruppen griffen Proton-Elektroteks mit landgestützten Neptun-Systemen der ukrainischen Marine an. Der Generalstab bestätigte einen Treffer und einen Brand auf dem Werksgelände. Das Ausmaß der Schäden wird noch ermittelt.
Das Werk fertigt elektronische Bauteile für russische Raketen. Dazu gehören Module für den luftgestützten Marschflugkörper Kower und Schaltkomponenten für ballistische Raketen des Systems Iskander-M.
Zwei Iskander-Startgeräte und ein Panzir-S1 in Brjansk getroffen
Der ukrainische Generalstab meldete für den 6. November und die folgende Nacht Treffer an zwei Iskander-Startgeräten und einem Flugabwehrsystem vom Typ Panzir-S1 in der Region Brjansk. Wie schwer die Systeme beschädigt wurden, wird noch ermittelt. Im selben Zeitraum trafen ukrainische Kräfte russische Versorgungslager bei Sokologirsk und Saajdariwka im besetzten Teil der Region Luhansk.
Was über den Lagerbrand in Rostow am Don bekannt ist
In Rostow am Don brannte eine Lagerhalle nahe dem Rüstungswerk Almas. Die Brandursache ist offen. Ein Treffer auf das Werk selbst ist bislang unbestätigt.
So änderten sich die Kennzahlen
Die Angaben können nach offiziellen Mitteilungen oder weiteren Auswertungen präzisiert werden.